Aus einer starken Firma wird eine starke Familie.
Dieses Dokument erklärt eine mögliche Holding-Struktur für Dübi Storen, die privaten Immobilien und den langfristigen Vermögensaufbau. Es ist bewusst einfach geschrieben: nicht für Juristen, sondern für einen Unternehmer, der sein Lebenswerk sauber an die nächste Generation weitergeben will.
Der Vater hat aufgebaut. Jetzt braucht das Aufgebaute eine Form.
Eine Firma, Immobilien und Vermögen sind nur dann generationenfähig, wenn sie sauber geführt, dokumentiert und rechtlich sinnvoll strukturiert werden.
Das Ziel ist nicht, aus Dübi Storen eine komplizierte Konzernwelt zu machen. Das Ziel ist Ordnung.
Warum jetzt darüber sprechen?
Weil man Familienregeln nicht erst dann macht, wenn Geld, Erbe oder Streit auf dem Tisch liegen. Man macht sie, solange alle noch ruhig miteinander reden.
Firma
Dübi Storen ist das operative Herz: Kunden, Montage, Service, Offerten, Mitarbeiter und Tagesgeschäft.
Immobilien
Die Immobilien sind heute privat beim Vater. Das ist nicht falsch. Es muss nur bewusst geplant werden.
Kinder
Nicht jedes Kind muss in der Firma arbeiten. Aber jedes Kind sollte verstehen, was Eigentum bedeutet.
Eine Holding besitzt. Sie arbeitet nicht auf der Baustelle.
Die Holding ist eine Dachgesellschaft. Sie kann Anteile an Dübi Storen, an einer Immobiliengesellschaft, an neuen Firmen oder an Wertschriften halten.
Heute gedacht
Vieles hängt direkt an einer Person. Das ist normal in der Gründerphase, aber schwierig für die Übergabe.
Morgen denkbar
Die Familie besitzt eine Struktur. Einzelne Vermögenswerte bleiben geordnet und können getrennt geführt werden.
Saubere Trennung statt alles in einem Topf.
Die beste Struktur ist meistens nicht die komplizierteste. Sie trennt operative Risiken, Immobilien, Kapital und Familie.
Erfolgreiche Familien vererben nicht nur Vermögen. Sie vererben Regeln.
Viele Unternehmerfamilien verlieren ihr Vermögen nicht, weil sie zu wenig verdient haben. Sie verlieren es, weil Eigentum, Arbeit, Ehepartner, Erbe und Erwartungen nie sauber besprochen wurden.
Generation 1
Aufbauen. Kunden gewinnen. Risiko tragen. Immobilien kaufen. Den Namen der Familie in der Region etablieren.
Generation 2
Strukturieren. Digitalisieren. Führung aufbauen. Kapital breiter anlegen. Verantwortung verteilen.
Generation 3
Disziplin lernen. Eigentum verstehen. Nicht nur konsumieren. Ausbildung, Charakter und Leistung vor Luxus.
Steueroptimierung heisst nicht, private Kosten zu verstecken.
Eine Holding hilft vor allem, Gewinne innerhalb der Unternehmensgruppe effizienter zu halten und wieder zu investieren. Sie ist kein Freipass für private Ferien, private Autos oder Familienausgaben.
Bestehende Immobilien nicht blind verschieben.
Wenn Immobilien heute privat beim Vater sind, ist das nicht automatisch schlecht. Eine Übertragung in eine Gesellschaft kann Steuern und Kosten auslösen.
Variante A: Privat behalten
Bestehende Immobilien bleiben beim Vater. Das ist oft die ruhigste Lösung, besonders wenn die Steuerfolgen einer Übertragung hoch wären.
Variante B: Sauber übertragen
Eine Übertragung gilt wirtschaftlich oft wie ein Verkauf. Deshalb müssen Marktwert, Hypotheken, Grundstückgewinnsteuer, Notar und Grundbuch geprüft werden.
Best Practice
Neue Immobilien können künftig direkt über eine Immobiliengesellschaft gekauft werden. So wächst die neue Struktur sauber, ohne dass man bestehende Objekte unnötig teuer verschiebt.
Nicht jedes Kind braucht denselben Job. Aber alle brauchen klare Regeln.
Familienunternehmen funktionieren besser, wenn man ehrlich ist: Wer führt? Wer arbeitet operativ? Wer denkt strategisch? Wer ist nur Eigentümer?
Vater
Gründer, Unternehmer, Kundennetzwerk, Erfahrung. Seine wichtigste Aufgabe in den nächsten Jahren: Wissen übertragen und nicht alles im Kopf behalten.
Ibni
IT, Digitalisierung, Strategie, Marketing, Finanzen, neue Geschäftsfelder. Nicht zwingend tägliche Montage, sondern System und Wachstum.
Bruder 20
Operatives Tagesgeschäft, Montage, Büro, Kunden. Potenzieller Nachfolger für die tägliche Führung, wenn Organisation und Führung weiter wachsen.
Bruder 17
Noch offen. Praktisch und jung. Rolle erst nach Ausbildung, Reife und echter Erfahrung definitiv festlegen.
Die Regeln sind wichtiger als die Holding.
Eine Holding ohne Familienregeln ist nur eine Firma mehr. Die Regeln entscheiden, ob daraus Frieden oder Streit entsteht.
Ein realistischer Plan für 20 bis 30 Jahre.
Die Reihenfolge ist entscheidend: erst verstehen, dann strukturieren, dann übertragen, dann wachsen.
Vermögenslandkarte erstellen
Alle Immobilien, Hypotheken, Firmenwerte, Versicherungen, Gewinne, Löhne, Steuern und Reserven auflisten. Ohne Zahlen gibt es keine gute Struktur.
Rollen praktisch testen
Der Bruder im Betrieb übernimmt mehr Verantwortung. Ibni baut digitale Prozesse, Kennzahlen, Marketing und Systematik. Der Vater bleibt letzte Instanz.
Holding und Verträge planen
Mit Treuhänder, Steuerexperte, Notar und Anwalt prüfen: Holding AG, Aktionärsbindungsvertrag, Nachfolge, Immobiliengesellschaft, Ehe- und Erbschutz.
Übergabe beginnen
Der Vater reduziert operativ, bleibt strategisch. Die Geschäftsführung wird klar geregelt. Die Familie lernt, als Eigentümergemeinschaft zu handeln.
Kapital multiplizieren
Gewinne nicht komplett konsumieren. Überschüsse in Immobilien, Wertschriften, neue Firmen, Weiterbildung und Beteiligungen lenken.